FAQ

Erd­wär­me zum Preis von Luft­wär­me – kein Ver­spre­chen ohne Erklä­rung. Die häu­figs­ten Fra­gen zum Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor, direkt beant­wor­tet.

Ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ist eine spe­zi­el­le Form eines Erd­wär­me­kol­lek­tors. Dabei wer­den Kunst­stoff­roh­re in einem — meist ring­för­mig um das Grund­stück ver­lau­fen­den — Gra­ben ver­legt.

Der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor dient als hoch­ef­fi­zi­en­te Wär­me­quel­le für Sole-Was­ser-Wär­me­pum­pen und nutzt das erschlos­se­ne Erd­reich als natür­li­chen und sai­so­na­len sola­ren Wär­me­spei­cher.

In den Kunst­stoff­roh­ren, die übli­cher­wei­se schlei­fen­för­mig (Slin­ky-Ver­le­gung) im Gra­ben ange­ord­net sind, zir­ku­liert eine Wär­me­trä­ger­flüs­sig­keit – das soge­nann­te Sole­me­di­um (Was­ser-Frost­schutz-Gemisch). Die­ses Sole­me­di­um ent­zieht dem Erd­reich Wär­me und trans­por­tiert die­se zur Wär­me­pum­pe, wo die­se ther­mi­sche Ener­gie zum Hei­zen (und optio­nal zum Küh­len) genutzt wird.

Die Wär­me­pum­pe hebt das nied­ri­ge Tem­pe­ra­tur­ni­veau aus dem Erd­reich auf das erfor­der­li­che Tem­pe­ra­tur­ni­veau, wel­ches zum Hei­zen des Gebäu­des benö­tigt wird. Das bei die­sem Pro­zess abge­kühl­te Sole­me­di­um fließt anschlie­ßend wie­der in den Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor und erwärmt sich im Umlauf erneut.

Nein. Ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor kann sowohl bei Neu­bau­ten als auch bei Bestands­ge­bäu­den rea­li­siert wer­den. Tech­nisch besteht kein grund­sätz­li­cher Unter­schied – ent­schei­dend sind die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten des Grund­stücks und die ener­ge­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen des Gebäu­des.

Gera­de im Bestand kann der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor eine sehr inter­es­san­te Lösung dar­stel­len, da:

  • kei­ne Tie­fen­boh­rung erfor­der­lich ist
  • die Arbei­ten mit kon­ven­tio­nel­lem Erd­bau erfol­gen
  • die Inves­ti­ti­ons­kos­ten oft über­schau­bar blei­ben
  • eine lang­le­bi­ge und effi­zi­en­te Wär­me­quel­le ent­steht

Vor­aus­set­zung ist, dass auf dem Grund­stück aus­rei­chend Platz für den Gra­ben vor­han­den ist und kei­ne bau­li­chen oder recht­li­chen Ein­schrän­kun­gen ent­ge­gen­ste­hen (z. B. Lei­tun­gen, Bebau­ung, Abstands­flä­chen).

Bei Sanie­run­gen oder Hei­zungs­mo­der­ni­sie­run­gen wird der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor häu­fig mit Maß­nah­men zur Reduk­ti­on der Heiz­last kom­bi­niert (z. B. Däm­mung, Flä­chen­hei­zung), was die Effi­zi­enz zusätz­lich ver­bes­sert.

Ja, das ist einer der gro­ßen Vor­tei­le. Über pas­si­ve Küh­lung kann die im Erd­reich vor­han­de­ne nied­ri­ge som­mer­li­che Tem­pe­ra­tur sehr effi­zi­ent genutzt wer­den – nahe­zu ohne zusätz­li­chen Ener­gie­ein­satz.

Der RGK nutzt die ther­mi­sche Träg­heit des Erd­reichs. Kurz­fris­ti­ge Außen­tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen haben nur sehr gerin­gen Ein­fluss. Ent­schei­dend ist die kor­rek­te Dimen­sio­nie­rung, nicht die Wet­ter­spit­ze.

Bei sach­ge­rech­ter Aus­le­gung sehr sta­bil. Das Erd­reich rege­ne­riert sich kon­ti­nu­ier­lich über Wär­me­lei­tung und natür­li­che Ener­gie­ein­trä­ge.

Der Kol­lek­tor ist ein pas­si­ves Sys­tem. Es ent­steht kein Scha­den. Nach Wie­der­an­lauf arbei­tet die Anla­ge nor­mal wei­ter.

Über Wär­me­lei­tung, sola­re Ein­trä­ge und natür­li­che Umwelt­ein­flüs­se. Das Sys­tem arbei­tet im Gleich­ge­wicht mit dem Boden.

Der Kol­lek­tor selbst ist ein pas­si­ves Bau­teil ohne Ver­schleiß. War­tung betrifft die Wär­me­pum­pe, nicht den Kol­lek­tor.

Nein. Es ent­ste­hen kei­ne sicht­ba­ren Frost­zo­nen.

Nein. Der Boden rege­ne­riert sich kon­ti­nu­ier­lich.

Boden­feuch­te beein­flusst die Leis­tung, wird jedoch pla­ne­risch berück­sich­tigt.

Ja, jedoch müs­sen Rohr­zo­nen bekannt und geschützt sein.

Die schlei­fen­för­mi­ge Ver­le­gung (Slin­ky-Ver­le­gung) bie­tet prak­ti­sche Vor­tei­le. Das Rohr liegt auf dem Rohr­bund bereits in die­ser Form vor und weist eine hohe Stei­fig­keit auf. Dadurch lässt sich der Gra­ben ein­fach, schnell und sehr gleich­mä­ßig bele­gen.

Die Schlei­fen wer­den direkt vom Rohr­bund in den Gra­ben abge­legt, wäh­rend die­ser ent­lang der Gra­ben­ach­se wei­ter­ge­führt wird. Die­ses Ver­le­ge­prin­zip ist seit vie­len Jah­ren bewährt und auch in Nord­ame­ri­ka weit ver­brei­tet.

Das Rohr fun­giert als Wär­me­tau­scher und ent­zieht dem Erd­reich die Wär­me, die anschlie­ßend zur Wär­me­pum­pe trans­por­tiert wird. Je grö­ßer die Rohr­län­ge bzw. die Ober­flä­che des Wär­me­tau­schers ist, des­to effi­zi­en­ter kann die Wär­me­über­tra­gung erfol­gen.

Eine gro­ße Tau­scher­flä­che redu­ziert den erfor­der­li­chen Tem­pe­ra­tur­un­ter­schied (Tem­pe­ra­tur­gra­di­ent) zwi­schen Sole und Erd­reich. Dadurch arbei­tet das Sys­tem ther­misch güns­ti­ger und die Wär­me­pum­pe kann mit bes­se­ren Betriebs­be­din­gun­gen lau­fen.

Nein, die Kreu­zun­gen der Schlei­fen haben kei­nen rele­van­ten Ein­fluss auf das Sys­tem.

Inner­halb einer ein­zel­nen Schlei­fe weist die Sole prak­tisch die­sel­be Tem­pe­ra­tur auf, wes­halb sich aus kreu­zen­den Rohr­ab­schnit­ten kei­ne ther­mi­schen Nach­tei­le erge­ben.

Ein sol­cher Effekt ist eher von Flä­chen­kol­lek­to­ren mit Mäan­der­ver­le­gung bekannt, da dort bau­art­be­dingt Vor- und Rück­läu­fe ther­misch ungüns­tig neben­ein­an­der­lie­gen.

Im Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ent­steht hin­ge­gen ein gemein­sa­mer Tem­pe­ra­tur­trich­ter im Erd­reich. Die Wär­me strömt dabei aus dem umge­ben­den Erd­reich zu allen Rohr­an­tei­len im Gra­ben, sodass Kreu­zun­gen der Rohr­schlei­fen ther­misch unkri­tisch sind.

Nein, bei fach­ge­rech­ter Aus­füh­rung sind dadurch kei­ne Schä­den zu erwar­ten. Die beim Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ein­ge­setz­ten PE-Roh­re (typi­scher­wei­se PE-100 RC) sind für Erd­ver­le­gung aus­ge­legt und wei­sen eine hohe Wider­stands­fä­hig­keit gegen­über Druck- und Punkt­be­las­tun­gen auf.

Kreu­zun­gen von Rohr­schlei­fen stel­len sta­tisch und mecha­nisch kein Pro­blem dar, da:

  • die Belas­tun­gen im Erd­reich flä­chig ver­teilt wer­den
  • kei­ne scharf­kan­ti­gen Kon­takt­stel­len ent­ste­hen
  • das umge­ben­de Erd­ma­te­ri­al als Bet­tung wirkt
  • die Roh­re für sol­che Ein­bau­si­tua­tio­nen dimen­sio­niert sind

Ent­schei­dend ist eine sach­ge­mä­ße Ver­le­gung ohne gro­ße Stei­ne, Bau­schutt oder ande­re har­te Fremd­kör­per im Rohr­um­feld. Bei kor­rek­ter Bet­tung und Ver­dich­tung sind weder rele­van­te Ein­del­lun­gen noch lang­fris­ti­ge Schä­den zu erwar­ten.

Die Schlei­fen­ver­le­gung (Slin­ky-Ver­le­gung) ist zudem sei­tens der Rohr­her­stel­ler aus­drück­lich frei­ge­ge­ben und ent­spricht gän­gi­ger Ver­le­ge­pra­xis.

Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren wer­den übli­cher­wei­se aus Poly­ethy­len-Roh­ren (PE) gefer­tigt, typi­scher­wei­se PE-100 RC. Die­ses Mate­ri­al ist spe­zi­ell für die Erd­ver­le­gung ent­wi­ckelt und zeich­net sich durch hohe Zähig­keit, Lang­zeit­be­stän­dig­keit und Wider­stands­fä­hig­keit gegen­über mecha­ni­schen Belas­tun­gen aus.

PE-100 RC (Resis­tance to Crack) besitzt eine erhöh­te Wider­stands­fä­hig­keit gegen lang­sa­me Riss­bil­dung und eig­net sich daher beson­ders für anspruchs­vol­le Ein­bau­be­din­gun­gen, wie sie bei Erd­wär­me­kol­lek­to­ren auf­tre­ten.

Das Mate­ri­al bie­tet wesent­li­che Vor­tei­le:

  • kor­ro­si­ons­frei und che­misch bestän­dig
  • hohe Fle­xi­bi­li­tät bei gleich­zei­tig hoher Fes­tig­keit
  • sehr gute Lang­zeit­sta­bi­li­tät im Erd­reich
  • geeig­net für sand­bett­freie Ver­le­gung (je nach Boden)
  • jahr­zehn­te­lang bewähr­ter Ein­satz im Lei­tungs- und Tief­bau

Auf­grund die­ser Eigen­schaf­ten ist PE-100 RC heu­te Stand der Tech­nik für Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren.

PE-100 RC Roh­re sind spe­zi­ell für anspruchs­vol­le Ein­bau­be­din­gun­gen ent­wi­ckelt und besit­zen eine erhöh­te Wider­stands­fä­hig­keit gegen­über lang­sa­mer Riss­bil­dung (RC = Resis­tance to Crack). Dadurch sind gegen­über Stan­dard-PE-Roh­ren erwei­ter­te Ver­le­ge­ar­ten zuläs­sig.

Nach Her­stel­ler­frei­ga­be und Regel­werk sind unter ande­rem fol­gen­de Ein­bau­ar­ten mög­lich:

  • Kon­ven­tio­nel­le Ver­le­gung mit Sand­bett (klas­si­sche Bet­tung)
  • Sand­bett­freie Ver­le­gung bei geeig­ne­tem, stein­frei­em Boden
  • Direk­te Erd­ver­le­gung ohne auf­wen­di­ge Bet­tung
  • Ver­le­gung in gra­ben­lo­sen Ver­fah­ren (z. B. Pflü­gen, Frä­sen, Spül­boh­ren)
  • Ein­bau bei erhöh­ten Punkt­be­las­tun­gen inner­halb der zuläs­si­gen Gren­zen

PE-100 RC Roh­re sind für Ein­bau­si­tua­tio­nen mit erhöh­tem mecha­ni­schem Risi­ko aus­ge­legt, wie sie typi­scher­wei­se im Tief­bau oder bei Erd­wär­me­kol­lek­to­ren auf­tre­ten.

Unab­hän­gig davon gel­ten wei­ter­hin die grund­le­gen­den Aus­füh­rungs­re­geln:

  • kei­ne scharf­kan­ti­gen Stei­ne oder Bau­schutt im Rohr­um­feld
  • fach­ge­rech­te Ver­dich­tung
  • Ein­hal­tung der zuläs­si­gen Bie­ge­ra­di­en
  • Beach­tung der Her­stel­ler­an­ga­ben und Nor­men (z. B. ÖNORM / DVGW)

Gera­de bei Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren ist PE-100 RC Stand der Tech­nik, da die Roh­re für Schlei­fen- und Kreu­zungs­si­tua­tio­nen bes­tens geeig­net sind.

Ein fach­ge­recht geplan­ter und ver­leg­ter Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ist auf eine sehr lan­ge Betriebs­dau­er aus­ge­legt. Die ein­ge­setz­ten PE-100 RC Roh­re sind für den dau­er­haf­ten Ein­satz im Erd­reich ent­wi­ckelt und wei­sen eine erwart­ba­re Lebens­dau­er von bis zu 100 Jah­ren auf.

Poly­ethy­len (PE) unter­liegt im Boden kei­ner Kor­ro­si­on, ist che­misch bestän­dig und altert bei den im Kol­lek­tor auf­tre­ten­den Tem­pe­ra­tu­ren nur sehr lang­sam. Da der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ein pas­si­ves, ver­schleiß­frei­es Bau­teil ohne beweg­li­che Tei­le dar­stellt, ent­ste­hen im nor­ma­len Betrieb kei­ne mate­ri­al­be­ding­ten Abnut­zungs­me­cha­nis­men.

Die tat­säch­li­che Lebens­dau­er wird im Wesent­li­chen beein­flusst durch:

  • fach­ge­rech­te Pla­nung und Dimen­sio­nie­rung
  • sach­ge­mä­ße Ver­le­gung und Bet­tung
  • Ver­mei­dung mecha­ni­scher Beschä­di­gun­gen beim Ein­bau
  • Ein­hal­tung der zuläs­si­gen Betriebs­be­din­gun­gen

Unter übli­chen Betriebs­be­din­gun­gen ist die Lebens­dau­er des Kol­lek­tors typi­scher­wei­se ver­gleich­bar mit der Gebäu­de­le­bens­dau­er.

Ana­log zu Erd­son­den­an­la­gen kom­men übli­cher­wei­se Rohr­di­men­sio­nen da32mm für Kreis­län­gen bis etwa 300m sowie da40mm für Kreis­län­gen bis etwa 400m zum Ein­satz.

Bei leis­tungs­ge­recht aus­ge­leg­ter Krei­san­zahl liegt der resul­tie­ren­de Druck­ver­lust typi­scher­wei­se im Bereich von rund 350mbar. Die Rest­för­der­hö­he der in moder­nen Sole-Was­ser-Wär­me­pum­pen inte­grier­ten Umwälz­pum­pen beträgt übli­cher­wei­se etwa 600 bis 1000 mbar, womit ein hydrau­lisch güns­ti­ger Betrieb sicher­ge­stellt ist.

Die­se Aus­le­gungs­prin­zi­pi­en stam­men aus Zei­ten, in denen noch kei­ne moder­nen Hoch­ef­fi­zi­enz-Umwälz­pum­pen ver­füg­bar waren. Aktu­el­le Sole-Was­ser-Wär­me­pum­pen ver­fü­gen über leis­tungs­fä­hi­ge, dreh­zahl­ge­re­gel­te Umwälz­pum­pen, deren Effi­zi­enz durch eine hydrau­lisch opti­mier­te Aus­le­gung best­mög­lich genutzt wer­den soll­te – ver­gleich­bar mit Erd­son­den­an­la­gen.

Län­ge­re Rohr­krei­se sind hydrau­lisch und ther­misch kei­nes­wegs unge­wöhn­lich. Eine 150-Meter-Erd­son­de besitzt bei­spiels­wei­se eben­falls einen ein­zel­nen Kreis mit rund 300 Metern Rohr­län­ge (Vor- und Rück­lauf).

Eine Auf­tei­lung auf zu vie­le kur­ze Krei­se führt hin­ge­gen häu­fig zu ungüns­ti­gen Strö­mungs­be­din­gun­gen. Ins­be­son­de­re wird das Errei­chen einer tur­bu­len­ten Strö­mung erschwert oder ver­hin­dert. Die­se ist jedoch für einen effi­zi­en­ten Wär­me­über­gang im Rohr wesent­lich, da sie den ther­mi­schen Wider­stand zwi­schen Rohr­wand und Sole deut­lich redu­ziert und somit die Quel­len­ef­fi­zi­enz ver­bes­sert.

Im Gegen­teil. Füh­ren­de Rohr- und Wär­me­pum­pen­her­stel­ler emp­feh­len aus­drück­lich hydrau­li­sche Aus­le­gun­gen, die sich an Erd­son­den­an­la­gen ori­en­tie­ren. Die­se stel­len einen opti­ma­len Kom­pro­miss zwi­schen ver­füg­ba­rer Wär­me­über­tra­ger­flä­che, Druck­ver­lust und Strö­mungs­be­din­gun­gen dar.

Län­ge­re Sole­krei­se ermög­li­chen aus­rei­chend hohe Strö­mungs­ge­schwin­dig­kei­ten, wodurch tur­bu­len­te Strö­mung zuver­läs­sig erreicht wird. Die­se ist für einen effi­zi­en­ten Wär­me­über­gang im Rohr ent­schei­dend. Gleich­zei­tig bleibt der Druck­ver­lust bei sach­ge­rech­ter Dimen­sio­nie­rung inner­halb des vor­ge­se­he­nen Arbeits­be­reichs moder­ner Hoch­ef­fi­zi­enz-Umwälz­pum­pen.

Eine Auf­tei­lung auf vie­le kur­ze Par­al­lel­krei­se ver­schlech­tert hin­ge­gen häu­fig die hydrau­li­schen Ver­hält­nis­se, da die Strö­mungs­ge­schwin­dig­keit im ein­zel­nen Kreis abnimmt und damit die Wahr­schein­lich­keit lami­na­rer Strö­mung steigt.

Beim Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor besteht die Hydrau­lik typi­scher­wei­se aus weni­gen, dafür län­ge­ren Sole­krei­sen anstel­le vie­ler kur­zen Par­al­lel­krei­sen. Dadurch kön­nen die Rohr­krei­se direkt und ohne exter­ne Ver­tei­lung direkt in das Gebäu­de geführt wer­den.

Im Leis­tungs­be­reich bis etwa 15 kW Heiz­leis­tung wer­den übli­cher­wei­se ein oder zwei Sole­krei­se ver­wen­det, wel­che direkt ins Haus geführt wer­den kön­nen. Ein sepa­ra­ter Ver­tei­ler­schacht mit Ver­tei­ler­bal­ken ist dadurch nicht erfor­der­lich, was sowohl den Instal­la­ti­ons­auf­wand als auch die Kos­ten redu­ziert und zusätz­li­che poten­zi­el­le Feh­ler­quel­len ver­mei­det.

Beim Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor haben sich meh­re­re Ver­le­ge­va­ri­an­ten eta­bliert, die je nach Grund­stück, Boden­ver­hält­nis­sen und Aus­füh­rungs­stra­te­gie gewählt wer­den kön­nen. Allen Vari­an­ten gemein­sam ist die volu­me­tri­sche Erschlie­ßung des Erd­reichs ent­lang eines Gra­bens.

Die gebräuch­lichs­ten Aus­füh­run­gen sind:

  • Hori­zon­ta­le Schlei­fen­ver­le­gung
    Die tech­nisch und prak­tisch am häu­figs­ten ein­ge­setz­te Ver­le­ge­va­ri­an­te. Dabei wer­den die Roh­re schlei­fen­för­mig (Slin­ky-Ver­le­gung) hori­zon­tal im Gra­ben ange­ord­net. Die­se Ver­le­ge­art bie­tet eine sehr gro­ße Tau­scher­flä­che bei effi­zi­en­ter Nut­zung des Erd­vo­lu­mens
  • Ver­ti­ka­le Schlei­fen­ver­le­gung in Schlitz­grä­ben
    Hier wer­den die Rohr­schlei­fen ver­ti­kal in typi­scher­wei­se etwa 2,5–3m tie­fen Schlitz­grä­ben ange­ord­net. Die­se Ver­le­ge­va­ri­an­te wird vor allem bei beeng­ten Platz­ver­hält­nis­sen ein­ge­setzt.

 

Im Ver­gleich zur hori­zon­ta­len Schlei­fen­ver­le­gung sind dabei eini­ge beson­de­re Rand­be­din­gun­gen zu beach­ten:

  • Stand­si­cher­heit des Schlitz­gra­bens
    Die Gra­ben­sta­bi­li­tät muss in Abhän­gig­keit von Boden­art und Feuch­te­ge­halt sicher­ge­stellt wer­den. Gege­be­nen­falls sind Siche­rungs­maß­nah­men erfor­der­lich.
  • Ver­fül­lung und Ver­dich­tung
    Das lagen­wei­se Ver­fül­len und fach­ge­rech­te Ver­dich­ten ist anspruchs­vol­ler als bei brei­te­ren Grä­ben. Unsach­ge­mä­ße Aus­füh­rung kann zu loka­len Belas­tun­gen und Beschä­di­gun­gen des Rohr­sys­tems füh­ren.
  • Mecha­ni­sche Bean­spru­chung beim Ver­fül­len
    Wäh­rend der Ver­füll­ar­bei­ten ist auf geeig­ne­tes, stein­frei­es bzw. stein­ar­mes Mate­ri­al zu ach­ten, um Beschä­di­gun­gen oder unzu­läs­si­ge Ver­for­mun­gen der Roh­re zu ver­mei­den.
  • Ther­mi­sche Ankopp­lung an das Erd­reich
    Für eine rasche und gleich­mä­ßi­ge ther­mi­sche Anbin­dung wird häu­fig ein Ein­schläm­men oder eine geeig­ne­te Boden­auf­be­rei­tung emp­foh­len. Ohne die­se Maß­nah­men kann sich die voll­stän­di­ge ther­mi­sche Ankopp­lung ver­zö­gern.
  • Hydrau­li­sche Aspek­te (Spü­len / Ent­lüf­ten)
    Ver­ti­ka­le Geo­me­trien kön­nen erhöh­te Anfor­de­run­gen an das Spü­len und siche­re Ent­lüf­ten der Sole­krei­se stel­len.
  • Mon­ta­ge­ab­lauf und Arbeits­si­cher­heit
    Da Schlitz­grä­ben aus Sicher­heits­grün­den übli­cher­wei­se nicht betre­ten wer­den dür­fen, müs­sen die Schlei­fen außer­halb des Gra­bens vor­kon­fek­tio­niert und ent­spre­chend ein­ge­bracht wer­den.

Die ver­ti­ka­le Schlei­fen­ver­le­gung stellt somit eine tech­nisch sinn­vol­le, jedoch aus­füh­rungs­tech­nisch anspruchs­vol­le­re Vari­an­te dar, die eine sorg­fäl­ti­ge Pla­nung und Aus­füh­rung erfor­dert.

  • Ver­ti­ka­le Schlei­fen­ver­le­gung in Baugruben/Kellergrube
    Die­se Aus­füh­rung nutzt vor­han­de­ne Aus­hub­ar­bei­ten (z. B. Kel­ler­bau­gru­be im Neu­bau) und ermög­licht eine beson­ders wirt­schaft­li­che Inte­gra­ti­on des Kol­lek­tors.
  • Gerad­li­ni­ge Ver­le­gung in Schlitz­grä­ben
    Das Rohr wird ohne Schlei­fen im Schlitz­gra­ben geführt.

Die Aus­wahl der geeig­ne­ten Ver­le­ge­va­ri­an­te erfolgt unter Berück­sich­ti­gung von:

  • ther­mi­sche Rand­be­din­gun­gen
  • ver­füg­ba­rer Gra­ben- bzw. Schlitz­gra­ben­län­ge
  • Boden­ver­hält­nis­sen
  • hydrau­li­scher Aus­le­gung

Als Sole­me­di­um wer­den in Erd­wär­me­an­la­gen frost­si­che­re Wär­me­trä­ger­flüs­sig­kei­ten ein­ge­setzt. Sie die­nen dem Trans­port der im Erd­reich auf­ge­nom­me­nen Wär­me zur Wär­me­pum­pe und müs­sen dau­er­haft betriebs­si­cher sowie mate­ri­al­ver­träg­lich sein.

Die gebräuch­lichs­ten Sole­me­di­en basie­ren auf Was­ser in Kom­bi­na­ti­on mit Frost­schutz­ad­di­ti­ven:

  • Wasser–Bio-Ethanol-Gemische (Green­Flow ‑11)

Sehr ver­brei­tet im Bereich Erd­wär­me­kol­lek­to­ren. Gute ther­mi­sche Eigen­schaf­ten, nied­ri­ge Vis­ko­si­tät und güns­ti­ges Strö­mungs­ver­hal­ten. Häu­fig bevor­zugt bei Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren.

  • Wasser–Glykol-Gemische (z.B. Mono­ethy­len­gly­kol BlueF­low ‑15, Pro­py­len­gly­kol)

Eben­falls weit ver­brei­tet. Etwas höhe­re Vis­ko­si­tät als Etha­nol­ge­mi­sche, dafür sehr sta­bil und ein­fach zu hand­ha­ben.

Pro­py­len­gly­kol soll­te als Frost­schutz nicht in Erd­wär­me­an­la­gen ver­wen­det wer­den.

Es gibt Kon­zen­tra­te zum Sel­ber­mi­schen und Fer­tig­mischun­gen. Auf­grund der Pro­zess­si­cher­heit emp­feh­len wir auf jeden Fall Fer­tig­mischun­gen zu ver­wen­den.

Ja. Bio-Etha­nol Sole­me­di­en sind bewähr­te Wär­me­trä­ger­flüs­sig­kei­ten. Aus­wahl und Kon­zen­tra­ti­on erfol­gen nach tech­ni­schen und regu­la­to­ri­schen Vor­ga­ben.

Bei fach­ge­rech­ter Aus­füh­rung und zuge­las­se­nen Sole­me­di­en besteht kein pra­xis­re­le­van­tes Risi­ko. Der RGK ist ein geschlos­se­nes Sys­tem.

Für eine tech­nisch kor­rek­te und belast­ba­re Pla­nung sind eini­ge grund­le­gen­de Pro­jekt­un­ter­la­gen erfor­der­lich. Die­se ermög­li­chen eine prä­zi­se Dimen­sio­nie­rung sowie die Anpas­sung an Grund­stück und Gebäu­de.

Typi­scher­wei­se wer­den benö­tigt:

  • Ein­ga­be­plan des Gebäu­des

Inklu­si­ve Lage­plan, Schnit­te, Ansich­ten, Grund­ris­se sowie rele­van­ter Lei­tungs­füh­run­gen und Abstands­flä­chen.

  • Heiz­last­be­rech­nung und/oder Ener­gie­aus­weis

Die Heiz­last ist die zen­tra­le Grund­la­ge für die ther­mi­sche Aus­le­gung des Kol­lek­tors. Alter­na­tiv kön­nen belast­ba­re Gebäu­de­da­ten aus dem Ener­gie­aus­weis her­an­ge­zo­gen wer­den.

  • Anga­ben zur vor­ge­se­he­nen Wär­me­pum­pe

Her­stel­ler und genaue Typen­be­zeich­nung, da hydrau­li­sche Anfor­de­run­gen und Betriebs­pa­ra­me­ter vari­ie­ren kön­nen.

  • Infor­ma­tio­nen zum Boden / Unter­grund

Idea­ler­wei­se ein Boden­gut­ach­ten. Alter­na­tiv sind aus­sa­ge­kräf­ti­ge Fotos des Bodens aus etwa 2 m Tie­fe hilf­reich, um ther­mi­sche Eigen­schaf­ten abschät­zen zu kön­nen.

Die­se Unter­la­gen erlau­ben eine siche­re Bewer­tung von:

  • erfor­der­li­cher Ent­zugs­leis­tung
  • geeig­ne­ter Kol­lek­tor­geo­me­trie
  • hydrau­li­scher Aus­le­gung
  • bau­li­chen Rand­be­din­gun­gen

Eine sorg­fäl­ti­ge Daten­grund­la­ge ist ent­schei­dend für Effi­zi­enz, Betriebs­si­cher­heit und Lang­zeit­sta­bi­li­tät der Anla­ge.

Ja. Vor einer Pla­nungs­be­auf­tra­gung füh­ren wir auf Wunsch eine kom­pak­te Mach­bar­keits- bzw. Plau­si­bi­li­täts­prü­fung durch. Dabei prü­fen wir, ob Ihr Grund­stück und die Gebäu­de­si­tua­ti­on grund­sätz­lich für einen Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor geeig­net sind.

Die­se Vor­ab­prü­fung schafft früh­zei­tig Klar­heit, redu­ziert Pla­nungs­ri­si­ken und hilft, Fehl­ent­schei­dun­gen oder unnö­ti­ge Kos­ten zu ver­mei­den. Sie erhal­ten eine rea­lis­ti­sche tech­ni­sche Ein­schät­zung inkl. Ent­wurfs­skiz­ze als fun­dier­te Ent­schei­dungs­grund­la­ge.

Die Prü­fung erfolgt gegen ein über­schau­ba­res Bear­bei­tungs­ent­gelt, das bei einer anschlie­ßen­den Pla­nungs­be­auf­tra­gung übli­cher­wei­se ange­rech­net wird.

Bei voll­stän­di­ger und kla­rer Daten­la­ge beträgt die Bear­bei­tungs­zeit für eine Pla­nung übli­cher­wei­se etwa 2 bis 3 Wochen.

Die tat­säch­li­che Dau­er hängt in ers­ter Linie von der Qua­li­tät und Voll­stän­dig­keit der bereit­ge­stell­ten Unter­la­gen (Plä­ne, Heiz­last, Boden­in­for­ma­tio­nen etc.) ab. Lie­gen alle erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen vor, kann die Pla­nung zügig und ohne unnö­ti­ge Rück­fra­gen erstellt wer­den.

Unser Ziel ist stets eine sorg­fäl­ti­ge, tech­nisch sau­be­re Aus­le­gung – denn eine prä­zi­se Pla­nung ist die Grund­la­ge für Effi­zi­enz und lang­fris­ti­ge Betriebs­si­cher­heit des Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors.

Der Flä­chen­be­darf eines Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors ist in der Pra­xis meist deut­lich gerin­ger als häu­fig ange­nom­men. Da das Erd­reich volu­me­trisch ent­lang eines Gra­bens erschlos­sen wird, ist kei­ne groß­flä­chig freie Grund­stücks­flä­che erfor­der­lich wie bei klas­si­schen Flach­kol­lek­to­ren.

In typi­schen Ein­fa­mi­li­en­haus­an­wen­dun­gen wird der Kol­lek­tor ent­lang der Grund­stücks­gren­zen geführt. Der erfor­der­li­che Platz­be­darf ergibt sich daher pri­mär aus der ver­füg­ba­ren Gra­ben­län­ge, nicht aus einer zusam­men­hän­gen­den Frei­flä­che.

Ent­schei­dend für die Umsetz­bar­keit sind:

  • aus­rei­chen­de Gra­ben­län­ge
  • Ein­hal­tung übli­cher Abstän­de zu Gebäu­den und Lei­tun­gen
  • Berück­sich­ti­gung von Zufahr­ten, Ter­ras­sen, Pools etc.
  • Boden­ver­hält­nis­se und Heiz­last des Gebäu­des

Vie­le Grund­stü­cke, die für einen klas­si­schen Flach­kol­lek­tor zu klein erschei­nen, sind für einen Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor sehr gut geeig­net. Selbst bei begrenz­ter Flä­che lässt sich häu­fig eine tech­nisch und wirt­schaft­lich opti­ma­le Lösung rea­li­sie­ren.

Ja, die Boden­be­schaf­fen­heit ist ein wich­ti­ger Ein­fluss­fak­tor für die Leis­tungs­fä­hig­keit eines Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors. Unter­schied­li­che Boden­ar­ten besit­zen unter­schied­li­che ther­mi­sche Eigen­schaf­ten, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich Wär­me­leit­fä­hig­keit, Wär­me­spei­cher­ver­mö­gen und Feuch­te­ge­halt.

Grund­sätz­lich gilt:

  • Feuch­te, bin­di­ge Böden (z. B. Lehm, schluf­fi­ge Böden) sind ther­misch sehr güns­tig
  • Gut durch­feuch­te­te Böden ermög­li­chen eine beson­ders sta­bi­le Wär­me­be­reit­stel­lung
  • Tro­cke­ne, san­di­ge Böden wei­sen gerin­ge­re Ent­zugs­leis­tun­gen auf

Ent­schei­dend ist jedoch nicht allein die Boden­art, son­dern das Gesamt­sys­tem aus Boden, Geo­me­trie und Dimen­sio­nie­rung. Ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor kann an ver­schie­dens­te Boden­ver­hält­nis­se ange­passt wer­den, indem unter ande­rem Gra­ben­län­ge, Ver­le­ge­tie­fe und Rohr­kon­fi­gu­ra­ti­on ent­spre­chend aus­ge­legt wer­den.

Selbst bei ther­misch weni­ger güns­ti­gen Böden las­sen sich durch sach­ge­rech­te Pla­nung sehr gute Ergeb­nis­se erzie­len.

Grund­sätz­lich kann ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor in nahe­zu allen Boden­ar­ten betrie­ben wer­den. Die ther­mi­sche Leis­tungs­fä­hig­keit wird jedoch maß­geb­lich durch die Wär­me­leit­fä­hig­keit und den Feuch­te­ge­halt des Bodens beein­flusst.

Beson­ders güns­ti­ge Bedin­gun­gen bie­ten:

  • Feuch­te, bin­di­ge Böden (z. B. Lehm, Schluff, ton­hal­ti­ge Böden)
  • Gut durch­feuch­te­te Misch­bö­den
  • Böden mit hohem Was­ser­spei­cher­ver­mö­gen

Weni­ger güns­ti­ge, aber tech­nisch gut beherrsch­ba­re Bedin­gun­gen:

  • Tro­cke­ne, san­di­ge Böden
  • Kie­si­ge Böden mit gerin­ger Feuch­te

Ent­schei­dend ist nicht allein die Boden­art, son­dern das Zusam­men­spiel aus:

  • Boden­be­schaf­fen­heit und Feuch­te­ge­halt
  • Kol­lek­tor­geo­me­trie und Ver­le­ge­tie­fe
  • ver­füg­ba­rer Gra­ben­län­ge
  • kor­rek­ter ther­mi­scher Dimen­sio­nie­rung

Auch bei ther­misch ungüns­ti­ge­ren Böden las­sen sich durch ange­pass­te Pla­nung sehr gute Ergeb­nis­se erzie­len. Der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ist ein äußerst robus­tes und anpas­sungs­fä­hi­ges Sys­tem.

In vie­len Fäl­len ja. Der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor wur­de spe­zi­ell für eine effi­zi­en­te Nut­zung des ver­füg­ba­ren Plat­zes ent­wi­ckelt und eig­net sich häu­fig auch für Grund­stü­cke, die für klas­si­sche Flach­kol­lek­to­ren als zu klein gel­ten.

Im Gegen­satz zum Flach­kol­lek­tor benö­tigt der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor kei­ne gro­ße, zusam­men­hän­gen­de Frei­flä­che. Statt­des­sen wird das Erd­reich ent­lang eines Gra­bens – typi­scher­wei­se im Rand­be­reich des Grund­stücks – volu­me­trisch erschlos­sen.

Ob ein kon­kre­tes Grund­stück geeig­net ist, hängt pri­mär ab von:

  • ver­füg­ba­rer Gra­ben- bzw. Schlitz­gra­ben­län­ge
  • Heiz­last des Gebäu­des
  • Boden­ver­hält­nis­sen
  • vor­han­de­nen Ein­schrän­kun­gen (Lei­tun­gen, Bebau­ung, etc.)

Gera­de bei begrenz­ten Platz­ver­hält­nis­sen kön­nen ange­pass­te Kol­lek­tor­geo­me­trien oder alter­na­ti­ve Ver­le­ge­va­ri­an­ten sehr gute Lösun­gen ermög­li­chen. Eine pau­scha­le Min­dest­grund­stücks­grö­ße gibt es daher nicht.

Der erfor­der­li­che Abstand zwi­schen Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor und Bau­wer­ken hängt im Wesent­li­chen von der Gra­ben­tie­fe, der Boden­be­schaf­fen­heit sowie der Art des Bau­werks bzw. Fun­da­ments ab. Eine pau­scha­le Anga­be ist daher tech­nisch nicht 100% kor­rekt. Aller­dings kann man von einem Min­dest­ab­stand von 1,5m als Richt­wert aus­ge­hen.

Grund­sätz­lich sind fol­gen­de Aspek­te zu berück­sich­ti­gen:

  • Stand­si­cher­heit des Bau­werks hat stets obers­te Prio­ri­tät
  • Last­ab­tra­gungs­win­kel und Fun­da­ment­geo­me­trie müs­sen beach­tet wer­den
  • Boden­me­cha­ni­sche Eigen­schaf­ten (bin­dig, nichtb­in­dig, Grund­was­ser) sind ent­schei­dend
  • Tem­po­rä­re Bau­zu­stän­de wäh­rend der Aus­hub­ar­bei­ten sind maß­geb­lich

Bei fach­ge­rech­ter Pla­nung wird der Gra­ben so posi­tio­niert, dass kei­ne Beein­träch­ti­gung der Fun­da­ment­sta­bi­li­tät ent­steht. In der Pra­xis sind – bei geeig­ne­ten Rand­be­din­gun­gen – oft rela­tiv gerin­ge Abstän­de mög­lich.

Die end­gül­ti­ge Fest­le­gung erfolgt übli­cher­wei­se auf Basis von:

  • Fun­da­ment­tie­fe und Bau­werks­art
  • geplan­ter Gra­ben­tie­fe
  • Boden­ver­hält­nis­sen
  • sta­tisch-kon­struk­ti­ver Bewer­tung

Im Zwei­fels­fall ist eine Abstim­mung mit dem Trag­werks­pla­ner oder Boden­gut­ach­ter sinn­voll.

Der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor wird typi­scher­wei­se ent­lang der Grund­stücks­gren­ze geführt, da die­se Lage aus pla­ne­ri­scher und ther­mi­scher Sicht beson­ders güns­tig ist. Der kon­kret zuläs­si­ge Abstand hängt jedoch von den ört­li­chen Vor­schrif­ten sowie den bau­li­chen Rand­be­din­gun­gen ab.

Als pra­xis­üb­li­cher Richt­wert kann häu­fig ein Min­dest­ab­stand von etwa 1 Meter zur Grund­stücks­gren­ze ange­nom­men wer­den.

Die tat­säch­lich zuläs­si­ge Lage hängt jedoch unter ande­rem ab von:

  • regio­na­le Bau- und Nach­bar­schafts­be­stim­mun­gen
  • Gra­ben­tie­fe und Boden­ver­hält­nis­se
  • vor­han­de­ne Ein­bau­ten (Zäu­ne, Mau­ern, Lei­tun­gen, etc.)
  • Stand­si­cher­heit angren­zen­der Bau­wer­ke

Tech­nisch ist eine sehr grenz­na­he Ver­le­gung in vie­len Fäl­len pro­blem­los mög­lich, da der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor kei­ne bau­li­chen Las­ten ein­lei­tet. Recht­lich sind jedoch stets die gel­ten­den Abstands- und Bau­vor­schrif­ten zu beach­ten.

In der Pra­xis wird die genaue Lage im Zuge der Pla­nung fest­ge­legt, sodass sowohl tech­ni­sche Sicher­heit als auch recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen ein­ge­hal­ten wer­den.

Eine Unter­di­men­sio­nie­rung führt nicht zu einem Aus­fall, son­dern zu nied­ri­ge­ren Sole­tem­pe­ra­tu­ren und redu­zier­ter Effi­zi­enz. Moder­ne Wär­me­pum­pen arbei­ten wei­ter­hin, jedoch mit ungüns­ti­ge­ren Betriebs­be­din­gun­gen. Eine kor­rek­te Pla­nung ver­hin­dert sol­che Situa­tio­nen aller­dings zuver­läs­sig

Ob für einen Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor eine Geneh­mi­gung erfor­der­lich ist, hängt von den regio­na­len gesetz­li­chen Bestim­mun­gen sowie den ört­li­chen Gege­ben­hei­ten ab. Eine pau­scha­le Aus­sa­ge ist daher nicht mög­lich.

Im Gegen­satz zu Tie­fen­boh­run­gen sind Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren jedoch rei­ne erd­bau­li­che Anla­gen ohne Boh­run­gen, wodurch Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren häu­fig deut­lich ein­fa­cher oder teil­wei­se nicht erfor­der­lich sind.

Maß­geb­lich kön­nen unter ande­rem sein:

  • was­ser­recht­li­che Vor­ga­ben
  • loka­le Bau­vor­schrif­ten
  • Schutz­ge­bie­te oder Auf­la­gen

In vie­len Regio­nen sind Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren bewil­li­gungs­frei oder ledig­lich anzei­ge­pflich­tig. Die ver­bind­li­che Klä­rung erfolgt jedoch stets über die zustän­di­ge Behör­de.

Im Rah­men einer Pla­nung oder Mach­bar­keits­prü­fung kann die Geneh­mi­gungs­si­tua­ti­on übli­cher­wei­se rasch ein­ge­schätzt wer­den.

Ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor bie­tet bei geeig­ne­ten Grund­stücks­ver­hält­nis­sen meh­re­re prak­ti­sche und wirt­schaft­li­che Vor­tei­le gegen­über einer Erd­son­den­an­la­ge (Tie­fen­boh­rung):

  • Deut­lich gerin­ge­re Inves­ti­ti­ons­kos­ten – kei­ne kos­ten­in­ten­si­ve Boh­rung erfor­der­lich
  • Kei­ne geo­lo­gi­schen Risi­ken – kein Bohr- oder Fün­dig­keits­ri­si­ko
  • Kei­ne behörd­lich auf­wen­di­gen Bohr­ge­neh­mi­gun­gen (regio­nal unter­schied­lich)
  • Plan­ba­re und trans­pa­ren­te Kos­ten­struk­tur
  • Nut­zung des ober­flä­chen­na­hen Erd­reichs als rege­ne­ra­ti­ver Wär­me­spei­cher
  • Ein­fa­che­re Aus­füh­rung und Logis­tik auf der Bau­stel­le
  • Sehr hohe Effi­zi­enz bei kor­rek­ter Dimen­sio­nie­rung
  • Pas­si­ve Küh­lung pro­blem­los mög­lich

Im Gegen­satz zur Tie­fen­boh­rung ist der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor ein rein erd­bau­li­ches Sys­tem ohne spe­zia­li­sier­te Bohr­tech­nik. Dadurch ent­fal­len typi­sche Unsi­cher­hei­ten wie uner­war­te­te geo­lo­gi­sche Schich­ten, Was­ser­zu­trit­te oder Mehr­kos­ten durch schwie­ri­ge Bohr­be­din­gun­gen.

Bei aus­rei­chen­der Grund­stücks­flä­che stellt der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor daher häu­fig die wirt­schaft­lich attrak­ti­ve­re Lösung dar, bei ver­gleich­ba­rer tech­ni­scher Leis­tungs­fä­hig­keit.

Ent­ge­gen einer häu­fi­gen Annah­me ist das erschlos­se­ne Erd­vo­lu­men beim Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor nicht klei­ner, son­dern ver­gleich­bar mit jenem eines klas­si­schen Flach­kol­lek­tors. Der wesent­li­che Unter­schied liegt in der Geo­me­trie und der Art der ther­mi­schen Ankopp­lung an das umlie­gen­de Erd­reich.

Beim Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor sind zen­tra­le Ein­fluss­grö­ßen wie Ver­le­ge­tie­fe, Rohr­tau­scher­flä­che und ther­misch wirk­sa­me Boden­be­rei­che oft­mals deut­lich güns­ti­ger aus­ge­prägt. Ins­be­son­de­re die Rand­zo­ne mit der Anbin­dung an das unge­stör­te Erd­reich ist wesent­lich grö­ßer.

Gera­de die­se Ankopp­lung ist ther­misch ent­schei­dend, da aus dem unge­stör­ten Boden kon­ti­nu­ier­lich Wär­me nach­strömt. Der Wär­me­fluss erfolgt nicht nur ver­ti­kal, son­dern drei­di­men­sio­nal aus dem umge­ben­den Erd­reich zum Tem­pe­ra­tur­trich­ter im Gra­ben.

Die Effi­zi­enz des Sys­tems resul­tiert daher weni­ger aus der rei­nen Grund­stücks­flä­che, son­dern aus:

  • der volu­me­tri­schen Erschlie­ßung des Bodens
  • der güns­ti­gen Tie­fen­la­ge
  • der gro­ßen wirk­sa­men Tau­scher­flä­che
  • der star­ken ther­mi­schen Anbin­dung an das unge­stör­te Erd­reich

In der Pra­xis führt dies häu­fig zu einer sehr sta­bi­len und gut pro­gnos­ti­zier­ba­ren Quell­leis­tung bei gleich­zei­tig redu­zier­tem Flä­chen­be­darf.

Inves­ti­tio­nen kön­nen ver­gleich­bar sein, jedoch bie­tet die Sole-Quel­le meist höhe­re Effi­zi­enz, gerin­ge­re Geräusch­the­men und sta­bi­le Betriebs­be­din­gun­gen

Sta­bi­le Quel­le, höhe­re Effi­zi­enz, kei­ne Außen­ge­rä­te, kein Lärm­the­ma, pas­si­ve Küh­lung mög­lich, kei­ne Abtau­ver­lus­te.

Sehr posi­tiv. Sta­bi­le Quel­len­tem­pe­ra­tu­ren redu­zie­ren Ver­dich­ter­be­las­tung und Betriebs­stress.

Die erfor­der­li­chen Sicher­heits­maß­nah­men rich­ten sich maß­geb­lich nach Boden­art, Gra­ben­geo­me­trie (Brei­te und Tie­fe) sowie der Dau­er des offe­nen Gra­ben­zu­stands.

Maß­geb­lich sind die gel­ten­den Arbeits­schutz- und Bau­stel­len­vor­schrif­ten (z. B. BauV, ASchG).

Grund­sätz­lich sind ins­be­son­de­re fol­gen­de Punk­te zu beach­ten:

  • Gra­ben­wän­de sind ent­spre­chend der Stand­fes­tig­keit des Bodens abzu­bö­schen oder zu sichern
  • Ein last­frei­er Strei­fen von min­des­tens 0,5m an der Gra­ben­kan­te ist ein­zu­hal­ten
  • Belas­tun­gen durch Aus­hub, Maschi­nen oder Mate­ri­al­la­ge­run­gen im Rand­be­reich sind zu ver­mei­den

In der Pla­nung wird übli­cher­wei­se ange­strebt, Grä­ben min­des­tens so breit wie tief aus­zu­le­gen. Dies ver­bes­sert die Stand­si­cher­heit und redu­ziert die Anfor­de­run­gen an zusätz­li­che Siche­rungs­maß­nah­men.

Ein vor­ge­la­ger­ter Humus­ab­zug wirkt sich eben­falls posi­tiv auf die Bau- und Sicher­heits­be­din­gun­gen aus, da die Gra­ben­tie­fe stets rela­tiv zur fer­ti­gen Gelän­de­ober­kan­te (FGOK) zu betrach­ten ist.

Ins­be­son­de­re bei Schlitz­grä­ben ist zu beach­ten, dass die­se aus Sicher­heits­grün­den nicht betre­ten wer­den dür­fen. Mon­ta­ge- und Ver­le­ge­ar­bei­ten erfol­gen daher ent­spre­chend ange­passt von der Ober­flä­che aus.

Die kon­kre­te Aus­füh­rung hat immer unter Berück­sich­ti­gung der ört­li­chen Boden­ver­hält­nis­se und der gel­ten­den Sicher­heits­vor­schrif­ten zu erfol­gen. Eine fach­ge­rech­te Aus­füh­rung gewähr­leis­tet sowohl die Arbeits­si­cher­heit als auch die lang­fris­ti­ge Betriebs­si­cher­heit des Kol­lek­tors.

Der tech­nisch und wirt­schaft­lich güns­tigs­te Zeit­punkt liegt in der Regel wäh­rend bzw. vor  er Roh­bau­pha­se bzw. im Zuge der all­ge­mei­nen Erd­ar­bei­ten. Idea­ler­wei­se erfolgt die Her­stel­lung des Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors, wenn ohne­hin Aus­hub­ge­rä­te auf der Bau­stel­le vor­han­den sind.

Beson­ders vor­teil­haft ist die Aus­füh­rung:

  • nach dem Humus­ab­zug
  • vor dem Start des Kel­ler­aus­hubs bzw. der Roh­bau­ar­bei­ten
  • vor der end­gül­ti­gen Gelän­de­ge­stal­tung
  • vor der Her­stel­lung von Zufahr­ten, Ter­ras­sen und Außen­an­la­gen
  • bei gut zugäng­li­chem Bau­feld

Durch die Inte­gra­ti­on in den regu­lä­ren Bau­ab­lauf las­sen sich zusätz­li­che Bau­stel­len­ein­rich­tun­gen, Anfahr­ten und Kos­ten mini­mie­ren. Gleich­zei­tig bestehen in die­ser Pha­se meist die bes­ten Platz- und Zugangs­ver­hält­nis­se.

Grund­sätz­lich ist die Her­stel­lung eines Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors jedoch nicht an einen Neu­bau gebun­den. Auch bei Bestands­ge­bäu­den oder Sanie­run­gen kann die Aus­füh­rung pro­blem­los erfol­gen, sofern die Grund­stücks­si­tua­ti­on dies zulässt.

Wit­te­rungs­be­dingt sind Peri­oden mit extre­men Boden­ver­hält­nis­sen (z. B. tief­ge­fro­re­ner Boden oder stark durch­näss­te Böden) nach Mög­lich­keit zu ver­mei­den, da die­se den Erd­bau erschwe­ren kön­nen.

Die Aus­wahl der geeig­ne­ten Bag­ger­grö­ße hängt maß­geb­lich vom Zeit­punkt der Erd­ar­bei­ten sowie den Platz­ver­hält­nis­sen auf dem Grund­stück ab.

  • Ein­bau vor Beginn der Bau­ar­bei­ten („grü­ne Wie­se“) bzw. bei aus­rei­chend Platz für den Aus­hub

In die­sem Fall ist der Ein­satz eines mög­lichst gro­ßen Bag­gers wirt­schaft­lich sinn­voll. Übli­cher­wei­se kom­men Maschi­nen der Klas­se ca. 18–25 t mit einem brei­ten Böschungs­löf­fel (typisch 1,8–2,0 m) zum Ein­satz.
Grö­ße­re Maschi­nen ermög­li­chen einen schnel­len Aus­hub, eine effi­zi­en­te Mate­ri­al­be­we­gung und sta­bi­le Gra­ben­geo­me­trien.

  • Ein­bau bei bestehen­den Gebäu­den oder ein­ge­schränk­ten Platz­ver­hält­nis­sen

Bei beeng­ten Grund­stü­cken, Sanie­run­gen oder ein­ge­schränk­ter Zugäng­lich­keit wer­den übli­cher­wei­se Kom­pakt­bag­ger oder Mini­bag­ger ein­ge­setzt, ange­passt an die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten.

Unab­hän­gig von der Maschi­nen­klas­se soll­ten bei der Bag­ger­aus­wahl fol­gen­de Punk­te berück­sich­tigt wer­den:

  • erreich­ba­re Grab­tie­fe
  • maxi­ma­le Reich­wei­te (redu­ziert Umla­ge­rungs­auf­wand und Bau­zeit)
  • Boden­ver­hält­nis­se
  • Zugäng­lich­keit des Grund­stücks
  • Bau­stel­len­lo­gis­tik

Die wirt­schaft­lich und tech­nisch opti­ma­le Maschi­nen­wahl ergibt sich somit pri­mär aus den Rah­men­be­din­gun­gen der Bau­stel­le.

Ja, ein Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor kann grund­sätz­lich auch bei bestehen­den Gebäu­den rea­li­siert wer­den. Die tech­ni­sche Umsetz­bar­keit hängt dabei pri­mär von den Platz­ver­hält­nis­sen auf dem Grund­stück sowie der Zugäng­lich­keit für Erd­ar­bei­ten ab.

Im Ver­gleich zum Neu­bau sind im Bestand typi­scher­wei­se fol­gen­de Punk­te zu berück­sich­ti­gen:

  • vor­han­de­ne Außen­an­la­gen (Gar­ten, Wege, Ter­ras­sen, Ein­frie­dun­gen)
  • bestehen­de Lei­tun­gen und Ein­bau­ten im Erd­reich
  • Zufahrts- und Arbeits­be­rei­che für Bau­ma­schi­nen
  • orga­ni­sa­to­ri­scher Auf­wand und Bau­ab­lauf
  • ver­füg­ba­re­rer Platz für den Aus­hub

Wirt­schaft­lich beson­ders güns­tig ist die nach­träg­li­che Her­stel­lung, wenn ohne­hin Erd­ar­bei­ten vor­ge­se­hen sind (z. B. Gar­ten­um­ge­stal­tung, Pool­bau, Lei­tungs­ar­bei­ten).

Eine vor­ge­la­ger­te Mach­bar­keits- oder Plau­si­bi­li­täts­prü­fung schafft hier schnell Klar­heit über die Rea­li­sier­bar­keit.

Die kon­kre­te Aus­hub­rei­hen­fol­ge rich­tet sich nach Grund­stücks­geo­me­trie, Zugäng­lich­keit und Bau­ab­lauf. In der Pra­xis haben sich jedoch eini­ge bewähr­te Vor­ge­hens­wei­sen eta­bliert, die sowohl bau­tech­ni­sche als auch arbeits­tech­ni­sche Vor­tei­le bie­ten.

Es ist übli­cher­wei­se am effi­zi­en­tes­ten, den Gra­ben voll­stän­dig aus­zu­he­ben, die Rohr­ver­le­gung durch­zu­füh­ren und anschlie­ßend zu ver­fül­len. Die­ses Vor­ge­hen ermög­licht einen schnel­len und tech­nisch unkom­pli­zier­ten Arbeits­ab­lauf.

Sofern auf dem Grund­stück aus­rei­chend Platz zur Zwi­schen­la­ge­rung des Aus­hub­ma­te­ri­als vor­han­den ist, stellt die­se Vari­an­te den Regel­fall dar.

Bei beeng­ten Platz­ver­hält­nis­sen – wie sie typi­scher­wei­se bei Sanie­run­gen oder Bestands­ge­bäu­den auf­tre­ten – kann der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor pro­blem­los abschnitts­wei­se her­ge­stellt wer­den. Dabei wer­den ein­zel­ne Gra­ben­ab­schnit­te nach­ein­an­der aus­ge­ho­ben, unmit­tel­bar belegt und zeit­nah wie­der ver­füllt.

Bei­de Vor­ge­hens­wei­sen sind tech­nisch gleich­wer­tig. Die Wahl der Aus­füh­rungs­stra­te­gie erfolgt pri­mär nach den logis­ti­schen und bau­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen der Bau­stel­le.

Nein, eine klas­si­sche Sand­bet­tung ist bei Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren übli­cher­wei­se nicht erfor­der­lich. Die ein­ge­setz­ten PE-100 RC Roh­re sind spe­zi­ell für anspruchs­vol­le Ein­bau­be­din­gun­gen und die direk­te Erd­ver­le­gung aus­ge­legt.

Bei geeig­ne­ten Boden­ver­hält­nis­sen kann daher eine sand­bett­freie Ver­le­gung erfol­gen, was den Erd­bau ver­ein­facht und zusätz­li­che Mate­ri­al- sowie Arbeits­auf­wän­de redu­ziert.

Ent­schei­dend für eine dau­er­haft siche­re Ver­le­gung ist viel­mehr:

  • stein­frei­es bzw. stein­ar­mes Ver­füll­ma­te­ri­al im Rohr­um­feld
  • kei­ne scharf­kan­ti­gen oder mecha­nisch kri­ti­schen Fremd­kör­per
  • fach­ge­rech­te Ver­fül­lung und Ver­dich­tung
  • Beach­tung der Her­stel­ler­an­ga­ben und Regel­wer­ke

Nur bei ungüns­ti­gen Boden­ver­hält­nis­sen oder stark stein­hal­ti­gem Mate­ri­al kann eine selek­ti­ve Auf­be­rei­tung oder Schutz­schicht sinn­voll sein.

In der Pra­xis stellt die sand­bett­freie Ver­le­gung heu­te den Regel­fall dar und ent­spricht dem Stand der Tech­nik.

Die erfor­der­li­che Gra­ben­tie­fe hängt von meh­re­ren pla­ne­ri­schen und ther­mi­schen Rand­be­din­gun­gen ab. Eine pau­scha­le Tie­fe ist daher tech­nisch nicht sinn­voll, da Boden­ver­hält­nis­se, Heiz­last und Kol­lek­tor­geo­me­trie maß­geb­lich Ein­fluss neh­men.

In der Pra­xis bewe­gen sich Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren typi­scher­wei­se in einem Tie­fen­be­reich von etwa:

  • 1,5m bis 2m unter fer­ti­ger Gelän­de­ober­kan­te (FGOK)

Grö­ße­re Tie­fen kön­nen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen sinn­voll sein, bei­spiels­wei­se zur:

  • Ver­bes­se­rung der ther­mi­schen Sta­bi­li­tät
  • Nut­zung güns­ti­ge­rer Boden­schich­ten
  • Opti­mie­rung der Gra­ben­hy­drau­lik und Ver­le­ge­geo­me­trie

Ent­schei­dend ist nicht eine fixe Tie­fe, son­dern eine auf Grund­stück, Boden und Gebäu­de abge­stimm­te Pla­nung, die sowohl ther­mi­sche Effi­zi­enz als auch bau­tech­ni­sche Rand­be­din­gun­gen berück­sich­tigt.

Grund­sätz­lich ja. Die Ver­le­gung eines Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors ist im Ver­gleich zu vie­len ande­ren Wär­me­quel­len tech­nisch gut über­schau­bar und kann bei ent­spre­chen­der Vor­be­rei­tung auch in Eigen­leis­tung erfol­gen.

Gera­de des­halb wird der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor häu­fig von Bau­her­ren mit Eigen­leis­tungs­an­teil umge­setzt. Vor­aus­set­zung ist jedoch eine fach­ge­rech­te Pla­nung und Anlei­tung, da die lang­fris­ti­ge Effi­zi­enz und Betriebs­si­cher­heit maß­geb­lich von der kor­rek­ten Aus­füh­rung abhän­gen.

Wesent­li­che Erfolgs­fak­to­ren sind:

  • tech­nisch kor­rek­te Dimen­sio­nie­rung
  • geeig­ne­te Ver­le­ge­geo­me­trie
  • sach­ge­mä­ße Hand­ha­bung der Roh­re
  • fach­ge­rech­te Ver­fül­lung und Ver­dich­tung
  • Ein­hal­tung der hydrau­li­schen Vor­ga­ben

In der Pra­xis hat sich bewährt, Pla­nung und Aus­le­gung durch erfah­re­ne Fach­stel­len durch­füh­ren zu las­sen, wäh­rend Aus­hub- und Ver­le­ge­ar­bei­ten ganz oder teil­wei­se in Eigen­leis­tung erfol­gen.

Dies ermög­licht häu­fig eine spür­ba­re Kos­ten­er­spar­nis ohne Abstri­che bei der tech­ni­schen Qua­li­tät.

Die Dau­er der Ver­le­ge­ar­bei­ten hängt von meh­re­ren Fak­to­ren ab, ins­be­son­de­re von der Gra­ben­län­ge, den Boden­ver­hält­nis­sen, der Zugäng­lich­keit sowie der Bau­stel­len­or­ga­ni­sa­ti­on.

In typi­schen Ein­fa­mi­li­en­haus­an­wen­dun­gen lässt sich die Her­stel­lung eines Ring­Gra­ben­Kol­lek­tors unter güns­ti­gen Bedin­gun­gen häu­fig inner­halb von ein bis zwei Arbeits­ta­gen rea­li­sie­ren.

Der Arbeits­ab­lauf umfasst im Wesent­li­chen:

  • Aus­hub der Grä­ben bzw. Schlitz­grä­ben
  • Ver­le­gung der Rohr­krei­se
  • Ver­fül­lung und Ver­dich­tung

Da kei­ne Boh­run­gen oder spe­zia­li­sier­ten Ver­fah­ren erfor­der­lich sind, han­delt es sich um kon­ven­tio­nel­le Erd­bau­ar­bei­ten mit gut plan­ba­rem Zeit­auf­wand.

Ent­schei­dend für eine zügi­ge Umset­zung sind vor allem:

  • kla­re Pla­nung und Abste­ckung
  • geeig­ne­te Boden­ver­hält­nis­se
  • aus­rei­chen­de Bau­stel­len­lo­gis­tik

Wird der Ring­Gra­ben­Kol­lek­tor bereits vor Errich­tung des Gebäu­des her­ge­stellt, sind die Roh­ren­den ent­spre­chend zu schüt­zen und für die spä­te­re Anbin­dung vor­zu­be­rei­ten.

In der Pra­xis erfolgt dies übli­cher­wei­se durch:

  • Aus­rei­chen­de Über­län­gen der Roh­ren­den für den spä­te­ren Anschluss
  • Siche­res „Zwi­schen­par­ken“ der Roh­re an den Gra­ben­en­den
  • was­ser­dich­te Ver­schluss­kap­pen zum Schutz vor Ver­schmut­zung und Feuch­tig­keit

Die Roh­ren­den wer­den typi­scher­wei­se außer­halb zukünf­ti­ger Bau- und Arbeits­be­rei­che geführt, um Beschä­di­gun­gen wäh­rend der Bau­pha­se zu ver­mei­den.

Bei fach­ge­rech­ter Vor­be­rei­tung ist eine spä­te­re Anbin­dung an die Wär­me­pum­pe pro­blem­los mög­lich.

Die Haus­ein­füh­rung der Kol­lek­tor­roh­re erfolgt grund­sätz­lich nach den­sel­ben bau­tech­ni­schen Prin­zi­pi­en wie bei ande­ren erd­ver­leg­ten Medi­en­lei­tun­gen. Ziel ist eine dau­er­haft dich­te, mecha­nisch geschütz­te und span­nungs­freie Ein­füh­rung in das Gebäu­de.

In der Pra­xis haben sich fol­gen­de Aus­füh­rungs­va­ri­an­ten eta­bliert:

  • Ein­füh­rung durch die Boden­plat­te

Bei Gebäu­den ohne Kel­ler wer­den die Sole­lei­tun­gen übli­cher­wei­se durch die Boden­plat­te geführt. Hier kom­men geeig­ne­te Haus­ein­füh­rungs­sys­te­me oder KG-Leer­ver­roh­run­gen zum Ein­satz, die eine was­ser­dich­te und span­nungs­freie Durch­füh­rung gewähr­leis­ten.

Bei Ver­wen­dung von KG-Leer­roh­ren muss der 90° Auf­stands­bo­gen mit 6x15° Bögen her­stellt wer­den.

  • Ein­füh­rung durch die Kel­ler­wand

Bei unter­kel­ler­ten Gebäu­den erfolgt die Haus­ein­füh­rung typi­scher­wei­se durch die Kel­ler­wand. Die Abdich­tung erfolgt über geprüf­te Wand­durch­füh­rungs­sys­te­me, die an die Bau­werks­ab­dich­tung ange­passt sind (z. B. gegen drü­cken­des oder nicht­drü­cken­des Was­ser).

Wesent­li­che Anfor­de­run­gen an die Haus­ein­füh­rung:

  • dau­er­haft was­ser­dich­te Aus­füh­rung
  • mecha­ni­scher Schutz der Roh­re
  • Ver­mei­dung von Zwangs­span­nun­gen
  • Berück­sich­ti­gung der Bau­werks­ab­dich­tung
  • Ver­wen­dung geeig­ne­ter, sys­tem­ge­prüf­ter Durch­füh­rungs­ele­men­te und Ring­raum­dich­tun­gen

Die kon­kre­te Aus­füh­rung rich­tet sich nach Bau­wei­se, Last­fall der Abdich­tung sowie den gel­ten­den Nor­men und Her­stel­ler­vor­ga­ben.

Mecha­ni­sche Beschä­di­gun­gen sind bei fach­ge­rech­ter Ver­le­gung äußerst sel­ten. Soll­te es den­noch zu einer Beschä­di­gung kom­men, kann das Rohr­sys­tem mit zuge­las­se­nen Ver­bin­dungs­tech­ni­ken dau­er­haft und betriebs­si­cher repa­riert wer­den. PE-100 RC Roh­re sind für sol­che Situa­tio­nen aus­ge­legt.

Haupt­ur­sa­chen sind fast immer Aus­füh­rungs­feh­ler: unge­eig­ne­tes Ver­füll­ma­te­ri­al, feh­len­de Doku­men­ta­ti­on, mecha­ni­sche Beschä­di­gun­gen durch Bau­ab­läu­fe oder Abwei­chun­gen von der Pla­nung.

Gra­ben­geo­me­trie ein­hal­ten, kei­ne scharf­kan­ti­gen Stei­ne im Rohr­um­feld, last­frei­en Rand­be­reich beach­ten und die Rohr­zo­nen wie sen­si­ble Lei­tungs­be­rei­che behan­deln.

Ja der RGK darf befah­ren wer­den. Auf­grund der Ver­le­ge­tie­fe ist ein Befah­ren mit schwe­ren Maschi­nen unkri­tisch.

Ein Ring­gra­ben­kol­lek­tor kann grund­sätz­lich auch in Hang­la­gen pro­blem­los rea­li­siert wer­den. Auf­grund der Gelän­de­geo­me­trie kann jedoch ein ange­pass­tes Vor­ge­hen bei der Ver­le­gung, Befül­lung sowie beim Spü­len und Ent­lüf­ten der Sole­krei­se erfor­der­lich sein.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit erfor­dern ins­be­son­de­re:

  • Gelän­de­nei­gung und Boden­ver­hält­nis­se
  • Stand­si­cher­heit der Grä­ben wäh­rend der Bau­pha­se
  • Ent­wäs­se­rung und Ober­flä­chen­was­ser­füh­rung
  • hydrau­li­sche Rand­be­din­gun­gen beim Spü­len und Befül­len

Bei poten­zi­ell rutsch­ge­fähr­de­ten oder geo­tech­nisch sen­si­blen Hang­la­gen ist eine fach­li­che Beur­tei­lung durch einen Geo­lo­gen oder Boden­gut­ach­ter emp­feh­lens­wert, um die lang­fris­ti­ge Stand­si­cher­heit sicher­zu­stel­len.

Bei sach­ge­rech­ter Pla­nung stellt eine Hang­la­ge jedoch kei­ne grund­sätz­li­che Ein­schrän­kung für den Ein­satz eines Ring­gra­ben­kol­lek­tors dar.

Bei fach­ge­recht dimen­sio­nier­ten Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren sind nor­ma­le Vege­ta­ti­on und übli­che Gar­ten­be­pflan­zung unkri­tisch. Der Kol­lek­tor liegt in aus­rei­chen­der Tie­fe, sodass ober­flä­chen­na­he Wur­zel­sys­te­me und Pflan­zen­wachs­tum nicht beein­träch­tigt wer­den.

Typi­sche Gar­ten­pflan­zen, Rasen­flä­chen, Sträu­cher und auch vie­le Bäu­me stel­len im Regel­fall kein Pro­blem dar, da:

  • die Ver­le­ge­tie­fe deut­lich unter­halb der akti­ven Boden­zo­ne liegt
  • das Erd­reich wei­ter­hin natür­lich durch­feuch­tet und rege­ne­riert wird
  • kei­ne rele­van­ten Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen an der Ober­flä­che auf­tre­ten
  • Die Vege­ta­ti­on ruht, wenn der Kol­lek­tor arbei­tet und umge­kehrt

Stu­die des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich

In der Pra­xis spielt Beschat­tung für den Ring­gra­ben­kol­lek­tor nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Die Wär­me­be­reit­stel­lung erfolgt über­wie­gend aus dem Erd­reich­vo­lu­men und des­sen natür­li­cher Rege­ne­ra­ti­on, nicht aus direk­ter Son­nen­ein­strah­lung an der Ober­flä­che.

Da der Ring­gra­ben­kol­lek­tor typi­scher­wei­se in Tie­fen von etwa 1,5–2m ver­legt wird, wir­ken sich ober­flä­chen­na­he Ein­flüs­se wie zeit­wei­se Beschat­tung durch Gebäu­de, Zäu­ne oder Vege­ta­ti­on nur gering­fü­gig aus.

Im Gegen­satz zu näher an der Ober­flä­che lie­gen­den Sys­te­men steht beim Ring­gra­ben­kol­lek­tor die drei­di­men­sio­na­le Wär­me­auf­nah­me aus dem Erd­reich im Vor­der­grund.

Bei fach­ge­rech­ter Pla­nung und aus­rei­chen­der Ver­le­ge­tie­fe sind Beschä­di­gun­gen durch Pflan­zen­wur­zeln in der Pra­xis äußerst unwahr­schein­lich.

Trink­was­ser­lei­tun­gen wer­den seit Jahr­zehn­ten aus ver­gleich­ba­ren Poly­ethy­len-Mate­ria­li­en (PE) her­ge­stellt und lie­gen typi­scher­wei­se deut­lich näher an der Ober­flä­che als Erd­wär­me­kol­lek­to­ren. Trotz die­ser wesent­lich ungüns­ti­ge­ren Rand­be­din­gun­gen sind wur­zel­be­ding­te Schä­den dort kein rele­van­tes The­ma.

Ring­Gra­ben­Kol­lek­to­ren sind übli­cher­wei­se in deut­lich grö­ße­rer Tie­fe ver­legt und damit zusätz­lich geschützt. Zudem stel­len die Rohr­lei­tun­gen kei­ne natür­li­che Ziel­zo­ne für Wur­zel­wachs­tum dar, da Wur­zeln pri­mär Feuch­te- und Nähr­stoff­gra­di­en­ten fol­gen.

Bei sach­ge­mä­ßer Pla­nung und Ver­le­gung besteht daher kein pra­xis­re­le­van­tes Risi­ko durch Vege­ta­ti­on oder Wur­zel­bil­dung.

Stu­die des Lan­des Nie­der­ös­ter­reich

Grund­sätz­lich soll­te ein Ring­gra­ben­kol­lek­tor nicht über­baut wer­den. Der Kol­lek­tor nutzt das umlie­gen­de Erd­reich als Wär­me­quel­le und ist auf einen mög­lichst unge­stör­ten Wär­me­fluss aus dem Boden ange­wie­sen.

Eine Über­bau­ung kann sowohl ther­mi­sche als auch bau­tech­ni­sche Nach­tei­le mit sich brin­gen:

  • ein­ge­schränk­te Rege­ne­ra­ti­on des Erd­reichs
  • ver­än­der­te Boden­feuch­te und Wär­me­lei­tung
  • zusätz­li­che mecha­ni­sche Belas­tun­gen
  • erschwer­te Zugäng­lich­keit bei spä­te­ren Arbei­ten

Unkri­tisch sind übli­cher­wei­se leich­te, nicht tief gegrün­de­te Flä­chen­nut­zun­gen wie:

  • Rasen­flä­chen und nor­ma­le Gar­ten­nut­zung
  • Sicker­fä­hi­ge Pflas­te­run­gen ohne mas­si­ve Fun­da­men­te
  • Ter­ras­sen mit geeig­ne­ter sicker­fä­hi­ger Kon­struk­ti­on

Nicht emp­foh­len sind hin­ge­gen Bau­wer­ke mit rele­van­ter Fun­da­men­tie­rung oder dau­er­haf­ter Last­ab­tra­gung in den Kol­lek­tor­be­reich, etwa:

  • Gebäu­de und Anbau­ten
  • mas­si­ve Stütz­mau­ern
  • Pools mit Boden­plat­ten
  • tief gegrün­de­te Kon­struk­tio­nen
  • ver­sie­gel­te Flä­chen wie Asphalt oder Beton

Die end­gül­ti­ge Bewer­tung hängt stets von Bau­werks­art, Fun­da­men­tie­rung und Kol­lek­tor­geo­me­trie ab und soll­te pla­ne­risch berück­sich­tigt wer­den.

Die Ring­gra­ben­kol­lek­tor-Roh­re wer­den übli­cher­wei­se lie­gend auf einer Son­der­pa­let­te (typisch etwa 2 × 2 m) mit­tels Spe­di­ti­on ange­lie­fert. Die­se Ver­pa­ckungs­form gewähr­leis­tet einen siche­ren Trans­port sowie eine prak­ti­sche Hand­ha­bung auf der Bau­stel­le.

Auf der Palet­te befin­den sich neben den Rohr­bun­den in der Regel auch die für die Ver­le­gung erfor­der­li­chen Zube­hör­kom­po­nen­ten, bei­spiels­wei­se:

  • Ver­le­ge- und Befes­ti­gungs­zu­be­hör
  • Schutz­schlauch
  • Sole­ver­tei­ler falls erfor­der­lich

Das Sole­me­di­um wird übli­cher­wei­se sepa­rat gelie­fert, typi­scher­wei­se in 25-Liter-Kanis­tern auf einer Stan­dard-Euro­­pa­let­te.

Die kon­kre­te Lie­fer­zu­sam­men­stel­lung kann je nach Pro­jekt­um­fang und Sys­tem­aus­füh­rung vari­ie­ren.

Die Lie­fer­zeit hängt von Ver­füg­bar­keit, Pro­jekt­um­fang und sai­so­na­ler Aus­las­tung ab.

Unter übli­chen Bedin­gun­gen beträgt die Lie­fer­zeit für Ring­gra­ben­kol­lek­tor-Kom­po­nen­ten typi­scher­wei­se etwa 2 bis 3 Wochen.

Vor­aus­set­zung für eine zügi­ge Abwick­lung sind:

  • abge­schlos­se­ne Pla­nung bzw. kla­re Aus­le­gung
  • fest­ge­leg­te Rohr­di­men­sio­nen und Men­gen
  • bestä­tig­te Lie­fer­adres­se und Bau­stel­len­lo­gis­tik

In Zei­ten hoher Nach­fra­ge oder bei pro­jekt­spe­zi­fi­schen Son­der­aus­füh­run­gen kön­nen abwei­chen­de Lie­fer­zei­ten auf­tre­ten. Die kon­kre­te Ter­mi­nie­rung erfolgt daher übli­cher­wei­se im Zuge der Auf­trags­ab­wick­lung.

Eine Abho­lung des Ring­gra­ben­kol­lek­tor-Mate­ri­als ist grund­sätz­lich mög­lich und erfolgt nach vor­he­ri­ger Abstim­mung sowie vor­be­halt­lich der Mate­ri­al­ver­füg­bar­keit.

Eine Selbst­ab­ho­lung ist am Stand­ort 4710 Gries­kir­chen nach Ter­min­ver­ein­ba­rung mit der Fa. Mug­gen­hu­mer Ener­gie­sys­te­me übli­cher­wei­se werk­tags zwi­schen ca. 08:00 und 14:00 Uhr mög­lich.

Bit­te beach­ten Sie fol­gen­de orga­ni­sa­to­ri­sche Rah­men­be­din­gun­gen:

  • Bei Selbst­ab­ho­lung wer­den die Rohr­bun­de lose und ohne Palet­te ver­la­den
  • Kun­den­sei­tig soll­ten min­des­tens zwei Per­so­nen für die Ver­la­dung anwe­send sein
  • Ein geeig­ne­tes Trans­port­mit­tel sowie aus­rei­chen­de Ladungs­si­che­rung sind erfor­der­lich
  • Für das Ver­la­den behal­ten wir uns vor, eine Ver­la­de­pau­scha­le zu ver­rech­nen